Parodontose und Parodontitis: Beste Heilungschancen durch Früherkennung. Was leisten Schnelltest, Markertest, Gentest und Keimtest?

Parodontitis ist eine weltweit verbreitete bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates – nicht der Zahn selbst ist krank, sondern das umgebende Gewebe, das ihn im Kieferknochen hält. Die Parodontitis zerstört auf schleichende Art die Fasern, die den Zahn verankern, er kann sich lockern und schließlich sogar ausfallen. Grundsätzlich kann man zwei Arten von Parodontitis unterscheiden: die chronische Parodontitis – sie schreitet langsam fort und kommt am häufigsten vor. Bei der aggressiven Parodontitis hingegen entwickelt sich der Gewebeverlust schnell, diese Form kann schon in der Jugend auftreten.

Schätzungen der deutschen Gesellschaft für Parodontologie zufolge gibt es in Deutschland ca. 30 Million Erkrankungsfälle – die meisten davon bisher unbehandelt. Nur ca. 1 Million der Betroffenen sind in Therapie. Der Grund: Die schleichende Parodontitis – umgangssprachlich auch Parodontose genannt – verläuft anfangs schmerzlos und wird deshalb von den Betroffenen nicht erkannt. Das kann verhängnisvoll sein, denn bei der Parodontitis ist die Früherkennung enorm wichtig: Je früher sie diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen.